John Lithgow glaubt, dass J. K. Rowlings Ansichten zu Trans-Themen ‘falsch dargestellt’ wurden

Der Dumbledore-Darsteller äußert sich zu der Kontroverse um die ‘Harry Potter’-Autorin.

John Lithgow ist der Meinung, dass die Ansichten von J. K. Rowling zu Trans-Themen “falsch dargestellt” worden sind.

Der 80-jährige Schauspieler wird in der kommenden ‘Harry Potter’-TV-Serie, die auf Rowlings Fantasy-Romanen basiert, den Hogwarts-Schulleiter Albus Dumbledore spielen. Er erklärte, warum er sich trotz der Kontroversen um Rowlings Kritik an bestimmten Transgender-Bewegungen für die Rolle entschieden hat.



Auf die Frage nach seiner Zusage für die Serie sagte Lithgow im Interview mit ‘The New Yorker Radio Hour’: “An dem Job war alles reizvoll – und er bietet mir Sicherheit bis ins hohe Alter. Solche Aspekte ignoriert man nicht. Das ganze Thema rund um Rowlings angebliche Voreingenommenheit kam erst auf, als bereits alles in Gang war.” Zu dem Zeitpunkt habe er den Part bereits zugesagt. “Man hat mir geraten, auszusteigen – aber das kam für mich nicht infrage”, betonte Lithgow.



Der ‘The Crown’-Darsteller fuhr fort: “Die Gründe, die Rolle anzunehmen, waren viel, viel stärker als die Gründe, aus Protest gegen das, was Rowling gesagt und getan hat, abzulehnen.” Er sei mit vielem davon nicht einverstanden, erklärte aber auch: “Vieles wurde verdreht und falsch dargestellt, und sie hat daran trotz persönlicher Nachteile festgehalten.”



Lithgow betonte, er sei “überrascht und enttäuscht” von Rowlings Social-Media-Beiträgen zu diesem Thema. Gleichzeitig stellte er klar, dass nicht die Autorin selbst ihn zur Übernahme der Rolle bewegt habe. “Ich habe sie nie getroffen”, enthüllte er. “Ein weiterer Pluspunkt des ‘Harry Potter’-Projekts sind die Menschen dahinter. Francesca Gardiner und Mark Mylod bilden ein außergewöhnliches Team. Francesca … sie hat mich überzeugt – sie ist der Hauptgrund, warum ich zugesagt habe.”



Der siebenfache Emmy-Preisträger hatte Rowlings Haltung zu Trans-Themen zuvor als “ironisch und unerklärlich” bezeichnet. Beim Rotterdam Film Festival offenbarte er Anfang des Jahres: “Ich nehme dieses Thema sehr ernst. Sie hat dieses unglaubliche Werk für junge Menschen geschaffen, das tief ins gesellschaftliche Bewusstsein eingegangen ist. Es geht um Gut gegen Böse, Freundlichkeit gegen Grausamkeit.” Umso seltsamer seien Rowlings kontroverse Aussagen.

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