Melissa Gilbert fordert besseren Schutz für Kinderstars

Die ehemalige ‘Unsere kleine Farm’-Schauspielerin hat nach dem Tod von Hayden Panettiere, Daveigh Chase und Michelle Trachtenberg einen besseren Schutz für Kinderstars gefordert.

Melissa Gilbert fordert nach dem Tod von Hayden Panettiere, Daveigh Chase und Michelle Trachtenberg einen besseren Schutz für Kinder, die im Showgeschäft arbeiten.

Die 62-jährige Schauspielerin wurde bereits als Kind berühmt, als sie eine Hauptrolle in der Serie ‘Unsere kleine Farm’ übernahm. Nun hat sie sich zu den Schwierigkeiten geäußert, mit denen Kinderdarsteller konfrontiert sind, und zu den Problemen, die sie beim Erwachsenwerden begleiten. Zudem zeigte sie sich empört über den jüngsten Tod der drei Frauen, die allesamt bereits als Kinder in der Unterhaltungsbranche tätig waren.



In einem online veröffentlichten Essay schrieb Melissa: “Innerhalb eines Jahres sind Michelle Trachtenberg, Daveigh Chase und Hayden Panettiere gestorben. GESTORBEN! Drei ehemalige weibliche Kinderstars derselben Generation sind nicht mehr da. Tragischerweise, herzzerreißend und qualvoll viel zu früh …” Obwohl sie Hayden nicht persönlich kannte und nur kurz mit Daveigh und Michelle gearbeitet habe, fühle sich deren Tod für Melissa persönlich an: Sie sehe in den drei Frauen einen Teil ihrer eigenen Geschichte. Als ehemalige Kinderstars gehörten sie derselben Gemeinschaft an, weshalb die drei Todesfälle in so kurzer Zeit für sie ein Zeichen dafür seien, dass etwas grundlegend falsch laufe.



Melissa – die Präsidentin der Schauspielergewerkschaft Screen Actors Guild ist – behauptete außerdem, dass die Erfindung von Handykameras und der Verlust der Privatsphäre zu den Tragödien beigetragen haben könnten. Sie forderte deshalb ernsthafte Veränderungen zum Schutz junger Menschen. “Wo ist die kollektive Empörung? Wo sind die Vorschriften? Wo bleibt der Schutz der Privatsphäre?”, schrieb sie. “Es scheint wirklich so, als würde es niemanden genug interessieren, um echte Veränderungen herbeizuführen. Zumindest nicht bis zum nächsten Todesfall.” Die Darstellerin ergänzte: “Dann reden alle darüber, wie traurig sie sind und dass wir etwas unternehmen müssen, und anschließend vergessen sie es und machen mit ihrem Leben weiter, bis es wieder und wieder und wieder passiert.”



Auch über ihre eigene Kindheit im Showgeschäft berichtete Melissa. Sie habe trotz schwerer Krankheit, Verletzungen und Trauer weitergearbeitet. Ihr Vater starb, als sie elf Jahre alt war, doch nur wenige Monate später stand sie wieder für ‘Unsere kleine Farm’ vor der Kamera. Niemand am Set habe mit ihr darüber gesprochen oder ihr sein Beileid ausgesprochen. Später erfuhr sie, dass man befürchtet habe, sie könne zu aufgewühlt sein, um zu arbeiten. “Gott sei Dank weinte meine Figur in jeder einzelnen Folge. So verdreht es auch klingen mag, das war meine Therapie. Mein Ventil”, gestand die Schauspielerin. “Aber dadurch entwickelte sich bei mir das Muster, unter allen Umständen zu arbeiten.” Einige Male habe sie sogar “fast bis zum Tod” gearbeitet.

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