Dolly Partons Neffe soll Mitarbeiter bedroht haben.
Dolly Partons Neffe Bryan Seaver soll nach dem Tod der Country-Ikone mehrfach Drohungen gegen Mitarbeiter ausgesprochen haben.
Zudem habe er angekündigt, das Vermächtnis seiner Tante zerstören zu wollen. Das geht aus einer neuen Klage hervor, die nun gegen ihn eingereicht wurde. Seaver hatte im vergangenen Monat in einem Video den Tod der Sängerin bekannt gegeben. Anschließend wurde er nach mehr als 20 Jahren als Sicherheitschef für Partons Anwesen entlassen. Nun geht ihre Firma She’s Alive, LLC (SAL) juristisch gegen ihn vor. Das Unternehmen war von Parton gegründet worden, um ihre geschäftlichen Angelegenheiten und ihr Vermächtnis nach ihrem Tod zu schützen.
SAL beantragte eine einstweilige Verfügung gegen Seaver. Ihm wird vorgeworfen, nach Partons Tod am 25. August zunehmend selbstbewusst aufgetreten zu sein und bereits in den Wochen davor eine Kampagne aus Einschüchterungen und Drohungen gestartet zu haben. Das Gericht gab dem Antrag am Dienstag (22. September) statt. Aus den von ‘People’ veröffentlichten Gerichtsunterlagen geht hervor, dass Seaver Partons Marke angeblich “vollständig zerstören” wollte. Gegenüber ihrem Anwalt für Unterhaltungsrecht soll er zudem erklärt haben: “Ich bin kein Mann aus dem Unterhaltungsgeschäft. Ich bin ein Killer.” In den Dokumenten wird zugleich betont, wie wichtig Parton ihre Familie gewesen sei. Sie habe Angehörige gerne beschäftigt, sofern dies mit den geschäftlichen Anforderungen vereinbar gewesen sei. In den Wochen vor und nach ihrem Tod habe Seaver jedoch laut Klageschrift damit begonnen, Personen einzuschüchtern, die mit dem Schutz von Partons Vermächtnis betraut waren. Unter anderem soll er mit einem Podcast gedroht haben, der gezielt Geschäftspartner der Marke gegen sie aufbringen sollte, sollte er nicht bezahlt werden. Außerdem wird ihm vorgeworfen, gegenüber Mitarbeitern “Drohungen mit tatsächlicher Gewalt” ausgesprochen zu haben. Dies habe letztlich zu seiner Kündigung geführt.
SAL erklärte in den Gerichtsunterlagen, man müsse als Verwalter von Partons Lebenswerk für ein sicheres Arbeitsumfeld sorgen. Dieses müsse frei von Einschüchterungen und Feindseligkeit sein, insbesondere vor dem Hintergrund, dass es sich bei Seaver um einen bewaffneten ehemaligen Sicherheitsmitarbeiter handle. Ohne gerichtliches Eingreifen werde die Kampagne laut dem Unternehmen weiterhin Angst verbreiten, den Geschäftsbetrieb destabilisieren und weiteren irreparablen Schaden verursachen. Seaver soll zudem mit seinen Verbindungen zur Waffenbranche geprahlt und sich als “internationaler Waffenhändler und Söldner” bezeichnet haben. Außerdem habe er von Plänen für eine “langfristige Vergeltung” gesprochen. An Partons Manager Danny Nozell soll er geschrieben haben: “Ich werde in den nächsten 50 Jahren Vergeltung für meine Leute üben. Ich habe keine Schulden. Ich besitze nur Schwerter und Waffen.” Weiter soll es geheißen haben: “Alles, was ich habe, sind Feindseligkeit und Erinnerungen. […] Ich werde den Rest meiner Zeit auf der Erde damit verbringen, jeden fertigzumachen, der meine Familie jemals verraten hat.”
SAL fordert, dass Seaver daran gehindert wird, in die Geschäfte des Unternehmens einzugreifen. Außerdem verlangt die Firma Schadensersatz und Strafschadensersatz, deren Höhe in einem späteren Verfahren festgelegt werden soll. Seaver und sein Team hatten nach seiner Entlassung gegenüber ‘TMZ’ erklärt, sie seien “bestürzt über die unerwarteten und bislang unerklärten Maßnahmen”. Zugleich betonten sie: “Wir bleiben unbeirrbar entschlossen, ihre letzte Anweisung zum Schutz ihrer Familie zu erfüllen, und lassen uns von Personen nicht einschüchtern, deren Handlungen unserer Ansicht nach aus böser Absicht erfolgen und darauf abzielen, vom Leben eines Menschen zu profitieren, der freiwillig so viel gegeben hat.”
Dolly Partons Neffe soll Mitarbeiter bedroht haben







