Charles Spencer sichert sich Marke Althorp für Marmelade, Honig und Wein

Charles Spencer könnte den Namen seines historischen Familiensitzes Althorp künftig deutlich stärker kommerziell nutzen.

Charles Spencer könnte den Namen seines historischen Familiensitzes Althorp künftig deutlich stärker kommerziell nutzen.

Der Earl hat die Marke Althorp Berichten zufolge für eine breite Palette von Produkten registrieren lassen – von Honig und Marmelade über Tee und Käse bis hin zu Cider und Wein. Die entsprechenden Unterlagen beim britischen Amt für geistiges Eigentum umfassen dem Bericht zufolge zahlreiche Lebensmittel, Getränke und Einzelhandelsprodukte.



‘The Sun’ zieht dabei einen Vergleich zu Meghan, Herzogin von Sussex, und deren Lifestyle-Marke As ever. Ein Insider formulierte es gegenüber dem Blatt deutlich zugespitzter und behauptete, Spencer mache nun “einen auf Meghan”. Ob Charles tatsächlich ein unmittelbar mit As ever vergleichbares Geschäftsmodell plant, geht aus der Markenregistrierung allein allerdings nicht hervor. Meghans Unternehmen bietet unter anderem Fruchtaufstriche, Orangenmarmelade, Honig, Tee, Wein und Kerzen an.



Der Name Althorp besitzt für die Familie Spencer eine besondere Bedeutung. Das Anwesen in Northamptonshire befindet sich seit Jahrhunderten im Besitz der Familie und ist zugleich die letzte Ruhestätte von Charles’ Schwester Diana. Die frühere Prinzessin von Wales starb 1997 im Alter von 36 Jahren nach einem Autounfall in Paris und wurde auf einer Insel auf dem Gelände von Althorp beigesetzt. Die Berichte über mögliche neue Produkte erscheinen nur wenige Tage nach der Veröffentlichung von Charles’ Memoiren ‘Swan Song: Diana, My Sister’, die eine heftige öffentliche Debatte über seine Erinnerungen an Diana und die königliche Familie ausgelöst haben.



Besonders kontrovers sind Spencers Behauptungen über König Charles III. Der Earl behauptete unter anderem, der damalige Prince of Wales habe nach Dianas Tod “überschwänglich erfreut” geklungen und ihm später gesagt: “Sei versichert, wir werden sie schon bald vergessen.” Der Buckingham Palace widersprach dieser Darstellung ungewöhnlich deutlich. Obwohl man sich grundsätzlich nicht zu Büchern äußere, hieß es in einer Stellungnahme, der König sei sich bewusst, dass der Schmerz brüderlicher Trauer “den Verstand trüben, das Urteilsvermögen beeinträchtigen und Erinnerungen auf eine Weise färben kann, die andere nicht erkennen”. Spencer hält dagegen an seiner Erinnerung fest und betont, seine Memoiren seien nicht als Angriff auf den König gedacht.



Auch mit Piers Morgan kam es im Zusammenhang mit dem Buch zum Streit. Spencer entschuldigte sich, nachdem er fälschlicherweise angenommen hatte, Morgan sei bereits Chefredakteur des ‘Daily Mirror’ gewesen, als 1993 heimlich aufgenommene Fotos von Diana beim Training veröffentlicht wurden. Die Bilder erschienen tatsächlich im ‘Sunday Mirror’. Morgan übernahm die Chefredaktion des ‘Daily Mirror’ erst 1995.



Auch Dianas früherer Butler Paul Burrell hat Spencers Darstellung der Beziehung zu seiner Schwester in deren letzten Lebensjahren öffentlich infrage gestellt. Bei ‘Piers Morgan Uncensored’ behauptete Burrell über die Geschwister: “Sie sprachen kaum miteinander. Er war kein Teil ihrer Welt.” Gegenüber ‘The Sun’ erklärte er zudem, Dianas letzte fünf Lebensjahre würden in ‘Swan Song’ seiner Ansicht nach nur vage behandelt, weil Spencer wenig darüber wisse. Das ist Burrells Darstellung der damaligen Beziehung. Spencer selbst erklärte, der bevorstehende 30. Jahrestag von Dianas Tod habe ihn dazu bewogen, seine eigenen Erinnerungen und seine persönliche Perspektive festzuhalten. Nun deutet die Markenregistrierung darauf hin, dass auch Althorp selbst in Zukunft eine größere Rolle in Spencers geschäftlichen Plänen spielen könnte.

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