Queen-Star Brian May kämpft seit Jahren mit Depressionen und gibt zu, dass er nur in besonderen Momenten Glück empfinden könne.
Brian May kämpft nach eigenen Angaben seit Jahren mit Depressionen.
Der 79-jährige Queen-Star gestand, dass er nur in bestimmten Momenten wirklich glücklich sein könne. In einem Interview mit der Zeitung ‘The Times’ sprach May offen über seine psychische Gesundheit. Bei ihm sei eine Depression diagnostiziert worden, schilderte der Gitarrist und verglich sie mit einem Wesen, das in ihm lebe. Glück empfinde er in den seltenen Momenten, in denen die Depression “in einer Ecke verborgen” sei. Dann könne er das Leben trotz – oder vielleicht gerade wegen – der Erkrankung in vollen Zügen genießen. “Die Depression ist immer da, und wenn ich nicht aufpasse, wird sie mir einen Schlag versetzen”, erklärte May. “Ich kann nur in Momenten Glück finden. Als Rockstar erlebt man allerdings viele großartige Momente.”
May sprach außerdem über seine Entscheidung, nicht mehr mit Queen auf Tour gehen zu wollen. Dazu habe er sich vor rund 18 Monaten entschlossen. “Ein enger Freund der Familie starb, als wir in den USA waren. Also sagte ich zu meiner Tourmanagerin: ‘Ich fliege einfach für ein paar Tage nach Hause und komme zurück'”, schilderte er. “Sie sah mir in die Augen und sagte: ‘Du weißt, dass du das nicht machen kannst.'” Das habe ihm klargemacht, dass er seine “Freiheit” zu lange geopfert habe.
Der Künstler verwies dabei auch auf seine Familie und Hobbys: “Ich habe eine Ehefrau [Anita Dobson], Enkelkinder und jede Menge Astrophysik, mit der ich mich beschäftigen möchte. Deshalb denke ich mir vielleicht, dass 50 Jahre genug sind.” May ist jedoch überzeugt, dass seine Tage als Bühnenkünstler noch nicht vollständig vorbei sind. Sogar einen Queen-Auftritt im Sphere in Las Vegas zieht er in Betracht. Im vergangenen Jahr habe er die spektakuläre Veranstaltungshalle besucht und sei sofort begeistert gewesen. “Ich denke, ein immersives Erlebnis ist weiterhin möglich und könnte Zeit und Raum überwinden”, erklärte May. Derzeit sei eine solche Umsetzung allerdings ohne künstliche Intelligenz nicht möglich – und genau da habe er “ernste Bedenken”.
Brian May spricht über seinen herzzerreißenden Kampf gegen Depressionen







