Bella Thorne spricht über Veröffentlichung privater Bilder nach Erpressungsversuch.
Bella Thorne hat über die emotionalen Folgen gesprochen, die die Veröffentlichung privater Fotos nach einem mutmaßlichen Erpressungsversuch für sie hatte.
Obwohl ihre Entscheidung später eine FBI-Ermittlung unterstützte, habe die öffentliche Reaktion sie “wirklich, wirklich gebrochen”, erklärte die Schauspielerin. Die ehemalige Disney-Channel-Darstellerin sprach in der aktuellen Folge des Podcasts ‘Call Her Daddy’ mit Moderatorin Alexandra Cooper über den Vorfall aus dem Jahr 2019. Damals hatte Thorne nach eigenen Angaben behauptet, ein Hacker habe versucht, sie mit privaten Nacktfotos zu erpressen. Um zu verhindern, dass die Bilder ohne ihre Zustimmung veröffentlicht werden, entschied sie sich dazu, sie selbst online zu stellen.
Doch nicht der mutmaßliche Erpressungsversuch habe sie am meisten verletzt, sondern die Reaktionen vieler Menschen im Internet. Einige Nutzer warfen ihr vor, lediglich Aufmerksamkeit gesucht zu haben. “Ich habe einfach einen ehrlichen Twitter-Beitrag veröffentlicht”, erinnerte sich die heute 28-Jährige. “Ich wollte damit sagen: Du wirst mir das nicht länger wegnehmen. Also ist es jetzt hier.” Thorne erklärte, sie habe die Kontrolle über die Situation zurückgewinnen wollen, bevor der mutmaßliche Täter handeln konnte. Doch anschließend habe sie mit heftiger Kritik zu kämpfen gehabt. “Das Schlimmste daran war, dass Menschen gesagt haben: ‘Du hast das doch selbst gemacht. Du täuschst das nur vor. Du willst einfach nur, dass wir deine Brüste sehen. Du willst unbedingt, dass wir deine privaten Körperteile sehen, deshalb machst du das'”, erzählte sie. “Und das hat mich damals wirklich gebrochen. Wirklich, wirklich gebrochen.”
Die Schauspielerin berichtete, dass sie später eine Instagram-Story aufgenommen habe, in der sie ihre Überforderung mit der Situation zeigte. Sie sei “völlig am Boden zerstört und so wütend” gewesen. Unerwartet nahm der Fall anschließend eine neue Wendung: Das FBI meldete sich bei Thorne, weil die Ermittler vermuteten, dass der mutmaßliche Täter mit einer bereits laufenden Untersuchung in Verbindung stehen könnte. “Eines Tages bekam ich einen Anruf, und es war das FBI”, sagte sie. “Sie sagten: ‘Wir haben diese Sache gesehen. Wir glauben, dass es unser Täter sein könnte. Können wir vorbeikommen? Können wir alle Daten bekommen und uns ansehen, worum es geht?'” Die Situation sei für sie surreal gewesen: “Plötzlich hatte ich ein Haus voller FBI-Leute. Das war das Verrückteste überhaupt.”
Thorne arbeitete nach eigenen Angaben mehr als ein Jahr mit den Ermittlern zusammen und stellte ihnen Informationen zur Verfügung, die sie selbst gesammelt hatte. Durch den Vergleich von Nachrichten und Schreibmustern mit Material aus einer anderen Untersuchung konnten die Ermittler den Verdächtigen offenbar identifizieren. “Wenn ich diese Screenshots nicht veröffentlicht hätte, hätten sie ihn vielleicht nicht erwischt”, erklärte Thorne. “Oder vielleicht erst später, aber sie hätten nicht diese direkte Quelle gehabt.” Sie ergänzte: “So wussten sie es: wegen der Screenshots. Es war exakt seine Schreibweise. Sie sagten: ‘Das ist seine Vorgehensweise. Es ist derselbe Täter, es muss derselbe sein.'”
Bella Thorne spricht über Veröffentlichung privater Bilder nach Erpressungsversuch







