Alanis Morissette wirft Tourmanagerin ‘Erpressungskampagne’ vor

Die ‘Ironic’-Sängerin geht rechtlich gegen ihre ehemalige Tourmanagerin vor.

Alanis Morissette hat ihrer ehemaligen Tourmanagerin vorgeworfen, sie mit einer “Erpressungskampagne” zu einem 15-Jahres-Vertrag zwingen zu wollen.

Die ‘Ironic’-Interpretin geht rechtlich gegen Keren Urinov vor. Sie wirft ihrer ehemaligen Tourmanagerin vor, mit “erpresserischen” Drohungen versucht zu haben, ihr den Besitz von Drogen an einem Flughafen und eine Täuschung unterzuschieben. Wie das ‘Rolling Stone’-Magazin berichtet, wurde die Klage am Dienstag (1. September) vor einem Bundesgericht in Los Angeles eingereicht. Darin heißt es, Morissette sei Opfer einer gezielt orchestrierten Erpressungskampagne ihrer unzufriedenen Ex-Tourmanagerin geworden.



Morissette werde weder zustimmen, in den kommenden 15 Jahren mit einer inkompetenten Erpresserin zusammenzuarbeiten, noch unter Druck ein Lösegeld an sie zahlen. Die Sängerin verklagt Urinov wegen zivilrechtlicher Erpressung, Betrugs und fahrlässiger Falschdarstellung. In der sechsseitigen Klageschrift wird behauptet, Urinov sei im vergangenen Jahr während einer Reise mit Morissette und ihrem Team zu einer Show in Spanien an einem britischen Flughafen auffällig geworden und festgehalten worden.



Laut der Klage teilte sie der Sängerin später mit, sie sei von britischen Behörden festgenommen worden. Diese hätten eine Beschlagnahmemitteilung ausgestellt, wonach sich Marihuana und Xylazin in ihrer Tasche befunden hätten. Urinov soll den Grenzbeamten erklärt haben, dass die Tasche und ihr Inhalt ihr gehörten. Außerdem habe sie ihnen eine israelische Lizenz für medizinisches Marihuana gezeigt, bevor sie freigelassen worden sei.



Anschließend sei sie laut Klage in Spanien festgehalten worden und habe den Behörden erneut erklärt, dass die Tasche und die Drogen ihr gehörten. Nach dem Ende der Tour sollen Urinov und ihre Anwältin Morissette jedoch eine Reihe von Briefen mit zunehmend “erpresserischem” Inhalt geschickt haben. Darin soll Urinov gefordert haben, Morissette müsse erklären, die Drogen hätten ihr gehört, andernfalls drohe eine Klage.



Die Tourmanagerin wird zudem beschuldigt, Morissette angeboten zu haben, die Angelegenheit zu beenden, wenn sie ihr einen Vertrag über eine 15-jährige Vollzeitbeschäftigung mit einer hohen Vergütung, jährlichen Gehaltserhöhungen und Boni sowie einen Einwanderungsanwalt verschaffe. Morissette lehnte diese “dreisten Forderungen” ab. Daraufhin soll Urinov mit einem Schreiben reagiert haben, in dem sie angedeutet habe, Morissette des Drogenhandels beschuldigen zu wollen.



Die Musikerin hat ihre eigene Klage nach eigenen Angaben “widerwillig” eingereicht, weil sie das Gefühl gehabt habe, “keine andere Wahl” zu haben. Sie rechne damit, dass nun “Angriffe auf ihren Charakter” folgen würden. Morissette fordert einen Geschworenenprozess, Schadensersatz in Höhe von mehr als 75.000 Dollar sowie Strafschadensersatz.

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