Richard Gere lässt die Meinung anderer kalt

Richard Gere lässt die Meinung anderer kalt.

Richard Gere macht sich offenbar immer weniger Gedanken darüber, was andere Menschen von ihm halten.

Der 77-jährige Schauspieler, bekannt aus ‘Pretty Woman’, führt diese Haltung unter anderem auf seinen buddhistischen Glauben zurück. Die Religion habe ihm geholfen, den Blick auf größere Fragen des Lebens zu richten, statt sich ständig mit sich selbst und der öffentlichen Wahrnehmung zu beschäftigen. Im Gespräch mit ‘Fox News Digital’ sprach Gere auch über seinen ältesten Sohn Homer, der inzwischen 26 Jahre alt ist. Der Schauspieler erinnere sich daran, wie er selbst mit Mitte 20 auf das Leben und die Meinung anderer geblickt habe. Damals sei er deutlich empfänglicher dafür gewesen, was Menschen über ihn dachten. “Ich kümmere mich inzwischen ehrlich gesagt nicht mehr besonders darum, was irgendjemand denkt oder sagt”, erklärte Gere. Er sei in einer “außergewöhnlichen christlichen Familie” aufgewachsen und habe deren Werte stark verinnerlicht. 1978 wandte er sich schließlich dem Buddhismus zu. Dieser habe ihm neue Perspektiven eröffnet und ihn dazu gebracht, grundlegende Fragen zu stellen: “Was ist Realität? Was bin ich? Was bedeutet es, ein Mensch zu sein? Bin ich zu viel Größerem fähig, als mich nur um mich selbst zu sorgen?”



Gere ist überzeugt, dass seine buddhistische Praxis auch dabei geholfen hat, sein Ego in Schach zu halten und mit den weniger angenehmen Seiten des Ruhms umzugehen. Gefühle wie Gier, Wut, Eifersucht, Ungeduld oder übermäßige Selbstbezogenheit seien schließlich menschlich und beträfen jeden. Der Schauspieler betrachtet solche negativen Emotionen allerdings nicht als unveränderlichen Teil des eigenen Wesens. Er beschrieb sie vielmehr als etwas, das sich auf eine grundsätzlich klare und wissende Geisteshaltung legt, vergleichbar mit dunklen Wolken, die vorüberziehen.



Auch beim Thema Glück sieht Gere einen entscheidenden Unterschied zwischen äußerem Erfolg und innerer Zufriedenheit. Ruhm, Besitz oder andere Dinge, die von außen kommen, könnten seiner Ansicht nach kein dauerhaftes Glück garantieren. “Glück und Frieden kommen eindeutig nicht von außen”, sagte er. Beides sei bereits in jedem Menschen vorhanden. Entscheidend sei deshalb, schädliche Gewohnheiten und die Ursachen für negative Gefühle zu erkennen und abzubauen. “Wir sind für unsere Erfahrungen verantwortlich”, erklärte Gere. Wer mit seinem Leben unzufrieden sei, könne Veränderungen anstoßen. Gerade der Versuch, sich gegen unvermeidliche Veränderungen zu wehren, führe häufig zu Leid. Gere stellt deshalb die Frage, was im Leben tatsächlich zählt: der Besitz eines Menschen oder das, was er selbst ist. Von außen könne man jedenfalls nichts bekommen, das dauerhaft glücklich mache. Eine Ausnahme gebe es allerdings, fügte der Schauspieler augenzwinkernd hinzu: “Für einen Moment vielleicht: zum Beispiel ein Stück Schokolade. Aber das hält ja nicht ewig.”

Close Bitnami banner
Bitnami