Adam Pearson ist überzeugt, dass die Filmindustrie bei der Darstellung von Menschen mit Behinderungen Fortschritte macht.
Adam Pearson ist überzeugt, dass die Filmindustrie bei der Darstellung von Menschen mit Behinderungen Fortschritte macht.
Der 41-jährige Schauspieler sieht darin eine positive Entwicklung, betont aber zugleich, dass die Branche noch längst nicht am Ziel angekommen sei. Pearson lebt mit Neurofibromatose Typ 1 (NF1), einer genetischen Erkrankung, die bei ihm zur Bildung von Tumoren im Gesicht geführt hat. Bei der Premiere des Dokumentarfilms ‘Zero Intention of Living Quietly’ am Sonntag (11. Oktober) im Rahmen des ‘BFI London Film Festival’ sprach er mit ‘BANG Showbiz’ über die Bedeutung einer vielfältigeren Besetzung in Film und Fernsehen.
“Es wird definitiv besser”, erklärte der Schauspieler. Je mehr Menschen mit Behinderungen als Darsteller, Autoren oder in anderen kreativen Bereichen tätig seien, desto stärker werde sich die Branche weiterentwickeln. Der Dokumentarfilm von Regisseur Edward Lovelace begleitet Pearson dabei, wie er die Teenagerin Ellie Jim unterstützt, die ebenfalls mit NF1 lebt.
Für ihn ist die Förderung junger Menschen mit Behinderungen ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Wandels. Seit seiner eigenen Kindheit habe sich bereits enorm viel verändert. Besonders erfreulich findet Pearson, dass Schauspielerinnen wie Ruth Madeley zunehmend größere Rollen übernehmen und damit sichtbar machen, welches Talent in der Branche bislang häufig übersehen wurde. “Wir brauchen mehr Menschen wie sie in der Branche”, sagte Pearson. Dabei gehe es nicht nur darum, dass sie sich für andere Menschen mit Behinderungen einsetzten. Sie seien auch unabhängig davon “verdammt gute Schauspieler”. Trotz der positiven Entwicklung bleibe noch viel zu tun. “Es liegt noch ein gutes Stück Weg vor uns, aber wir bewegen uns vorwärts”, erklärte er. Entscheidend sei, diesen Weg konsequent weiterzugehen – Schritt für Schritt.
Im Gespräch wurde Pearson auch gefragt, welchen Rat er seinem jüngeren Ich geben würde. Eine einfache Antwort darauf falle ihm allerdings schwer. Sofort müsse er dabei an ‘Zurück in die Zukunft’ denken und an die Vorstellung, dass schon eine kleine Veränderung in der Vergangenheit den gesamten weiteren Lebensweg beeinflussen könnte. “Wahrscheinlich würde ich meinem jüngeren Ich sagen, dass alles gut werden wird”, erklärte Pearson schließlich. Vor allem würde er ihm versichern, dass vieles mit der Zeit leichter werde und sich die Dinge zum Besseren entwickeln könnten.
Adam Pearson sieht Fortschritte für Schauspieler mit Behinderungen







