Jennifer Lawrence hasst ihr blaues Make-up

Jennifer Lawrence hasst ihr blaues Make-up.

Jennifer Lawrence hat offenbar wenig Sehnsucht danach, noch einmal in die blaue Haut von Mystique zu schlüpfen.

Die Schauspielerin verriet, wie sehr sie die aufwendige Verwandlung für die ‘X-Men’-Filme an ihre körperlichen und mentalen Grenzen gebracht hat. Zwischen 2011 und 2019 verkörperte die heute 36-Jährige in vier Filmen das Gestaltwandler-Mutantenwesen. Doch während sie einige Aspekte der Rolle durchaus genoss, war die tägliche Prozedur am Schminkstuhl für sie eine echte Belastungsprobe. In Gesprächen mit dem Magazin ‘Allure’ und im Podcast ‘Call Her Daddy’ sprach Lawrence ausführlich über die unangenehmen Erfahrungen. Auf die Frage, ob sie sich noch einmal eine Rolle mit umfangreichen Spezialeffekten und Prothesen vorstellen könne, fiel ihre Antwort ziemlich eindeutig aus. “Sag niemals nie, aber auf gar keinen Fall”, erklärte sie unmissverständlich. Vor allem das stundenlange Auftragen der blauen Farbe sei für sie eine Qual gewesen. Lawrence reagiert empfindlich auf Berührungen und ist zudem kitzelig. Auch die kalte Luft der Airbrush-Geräte machte ihr zu schaffen. “Wisst ihr, wie kalt das beim Airbrushen ist? Und ich bin kitzelig”, berichtete sie. Durch die Dreharbeiten habe sie gelernt, mit erstaunlich wenig Schlaf auszukommen. Außerdem habe sie erfahren, was mit dem menschlichen Geist passieren könne, wenn man tatsächlich an seine Belastungsgrenze gelange. Auch ihre Geduld sei dabei auf eine harte Probe gestellt worden.



Ganz ohne schöne Erinnerungen verbindet Lawrence ihre Zeit als Mutantin allerdings nicht. Besonders die körperliche Vorbereitung und die Actionszenen hätten ihr viel Freude bereitet. “Das Beste daran, Mystique zu spielen, waren für mich die Stunts”, sagte sie. Auch das Training sei eine tolle Erfahrung gewesen. Dabei arbeitete sie mit Stuntfrau Renee Moneymaker zusammen, die sie bereits von den ‘Tribute von Panem’-Filmen kannte. Dort übernahm Moneymaker ebenfalls Stuntaufgaben für Lawrence, die als Katniss Everdeen vor der Kamera stand. Die beiden seien inzwischen eng befreundet. “Sie gehört zu meinen besten Freundinnen, das war großartig”, erzählte die Schauspielerin. Der unbeliebteste Teil ihrer Mystique-Erfahrung sei dagegen eindeutig das Schminken gewesen. Besonders die Dreharbeiten zum ersten Film, ‘X-Men: Erste Entscheidung’ aus dem Jahr 2011, sind ihr in Erinnerung geblieben. Damals bestand die Verwandlung hauptsächlich aus Körperfarbe und Klebstoff. “Das dauerte jedes Mal acht Stunden und war unglaublich kitzelig”, erinnerte sie sich im Podcast. Die Schauspielerin beschrieb auch das Gefühl, wenn mehrere kalte Airbrush-Geräte gleichzeitig über ihren Körper geführt wurden. Mit einem Augenzwinkern stellte sie fest: “Ich bin eine Heldin. Niemand wird jemals verstehen, was ich durchgemacht habe.”



Die Probleme begannen sogar schon vor dem eigentlichen Dreh. Für einen ersten Kostüm- und Make-up-Test musste Lawrence ihre Haare an nur einem Tag mehrfach umfärben lassen. Dabei wechselte sie zwischen Rot, Braun, Schwarz und Blond. Die wiederholten chemischen Behandlungen hinterließen offenbar dauerhafte Schäden an ihrer Haarstruktur. Trotz dieser Erfahrungen kehrte Lawrence in den folgenden Jahren mehrfach als Mystique zurück. Neben ‘X-Men: Erste Entscheidung’ spielte sie die Figur auch in ‘X-Men: Zukunft ist Vergangenheit’, ‘X-Men: Apocalypse’ und ‘X-Men: Dark Phoenix’. Zuvor hatte Rebecca Romijn die Mutantin in der ursprünglichen ‘X-Men’-Filmreihe verkörpert. Lawrences Rückblick fällt damit durchaus zwiespältig aus: Die Stunts und das Training bleiben ihr positiv in Erinnerung – die stundenlange blaue Ganzkörperbemalung dagegen ganz sicher nicht.

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