Martin Scorsese verrät, wie Seth Rogen Angelina Jolies Cleopatra-Film ruiniert haben soll

Martin Scorsese verrät, wie Seth Rogen Angelina Jolies Cleopatra-Film ruiniert haben soll.

Ein ambitioniertes Filmprojekt mit Angelina Jolie in der Hauptrolle sollte unter der Regie von Martin Scorsese entstehen.

Doch dazu kam es nie. Nun hat der 83-jährige Filmemacher enthüllt, wie ein internationaler Hacker-Skandal und ausgerechnet Schauspieler Seth Rogen das Vorhaben durchkreuzt haben sollen. Seine Schilderung sorgt für eine kuriose Hollywood-Geschichte. Scorsese plante einst ein aufwendiges Historienepos über Kleopatra VII. Für die Rolle der letzten Herrscherin aus der ptolemäischen Dynastie war Angelina Jolie vorgesehen. Die heute 51-Jährige sollte die ägyptische Königin verkörpern, die bis heute zu den bekanntesten Frauenfiguren der Geschichte zählt. Doch das Projekt schaffte es letztlich nicht vor die Kamera.



In einem Gespräch, über das ‘Variety’ berichtet, erinnerte sich Scorsese an die gescheiterten Pläne. Dabei stellte er einen ungewöhnlichen Zusammenhang mit der Komödie ‘The Interview’ her, in der Seth Rogen eine fiktive Verschwörung zur Ermordung des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un thematisiert. “Wir wollten irgendwann ‘Cleopatra’ drehen. Dann machten sie sich über Kim Jong-un lustig, woraufhin er wütend wurde und bei Columbia alles in die Luft sprengte”, erzählte der Regisseur. Anschließend schob er scherzhaft nach: “Seth Rogen, richtig? Und dann wurde er wütend und ‘Cleopatra’ war ruiniert.”



Der Hintergrund dieser ungewöhnlichen Geschichte ist der Cyberangriff auf Sony Pictures im November 2014. Damals gelangten Tausende vertrauliche E-Mails, interne Unterlagen und persönliche Informationen an die Öffentlichkeit. Vorausgegangen war die Kontroverse um ‘The Interview’, dessen Handlung in Nordkorea für erhebliche Empörung gesorgt hatte. Sony entschied zunächst, den geplanten Kinostart der Komödie aus Sicherheitsgründen abzusagen. Später wurde der Film doch noch in ausgewählten Kinos sowie über digitale Plattformen veröffentlicht.



Der Hackerangriff hatte allerdings auch für andere Hollywood-Projekte weitreichende Folgen. Unter den veröffentlichten Nachrichten befanden sich E-Mails zwischen Produzent Scott Rudin und der damaligen Sony-Managerin Amy Pascal. Darin ging es unter anderem um Angelina Jolie und die Entwicklung des geplanten Kleopatra-Films. Besonders unangenehm für die Schauspielerin: Rudin bezeichnete sie in einer Nachricht als “ein verwöhntes Gör mit minimalem Talent”. Die vertrauliche Bemerkung wurde durch die Veröffentlichung der Korrespondenz öffentlich und sorgte für zusätzliche Schlagzeilen.



Scorsese bestätigte bei seinem Rückblick noch einmal, wie konkret seine Vorstellungen gewesen waren. “Wir wollten den Film tatsächlich machen. Angelina Jolie sollte Kleopatra VII. spielen. Das wäre wirklich außergewöhnlich geworden”, erklärte er. Für das Drehbuch war Eric Roth vorgesehen, der später auch mit Scorsese an ‘Killers of the Flower Moon’ arbeitete. Die Zusammenarbeit zwischen dem renommierten Regisseur und Jolie wäre eine besondere Premiere gewesen. Obwohl Scorsese den Zusammenhang mit Rogen und dem Hackerangriff humorvoll schilderte, lässt sich daraus nicht eindeutig ableiten, dass der Vorfall allein für das Aus des Films verantwortlich war. Rogen war zudem nicht persönlich für den Angriff verantwortlich.

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