Papst Leo XIV. hat Bob Dylan zu einer privaten Audienz im Apostolischen Palast empfangen.
Papst Leo XIV. hat Bob Dylan am Mittwoch (4. November) zu einer Privataudienz empfangen.
Der 85-jährige Sänger, der sich anlässlich seines Konzerts im Rahmen der ‘Rough and Rowdy Ways’-Tour am Donnerstag (5. November) im Palazzo dello Sport in Rom aufhält, besuchte die offizielle Residenz des Papstes, den Apostolischen Palast. Wie ‘Vatican News’ berichtete, handelte es sich um ein “kurzes” Treffen. Der Papst überreichte seinem Gast einen Rosenkranz, während ihm der ‘Like a Rolling Stone’-Interpret ein Exemplar seiner Autobiografie ‘Chronicles: Volume One’ schenkte. Anschließend posierten die beiden für gemeinsame Fotos. Dabei fiel vor allem der Kontrast zwischen dem komplett weißen Outfit des Papstes und Dylans schwarzer Kleidung auf.
Organisiert wurde die Begegnung mit Unterstützung von Pater Antonio Spadaro, einem Vatikanvertreter, der bereits Anfang des Jahres das Treffen zwischen Papst Leo XIV. und Patti Smith ermöglicht hatte. Auf X berichtete er von seiner Freude, Bob Dylan gemeinsam mit dem Journalisten Andrea Monda zum Papst begleiten zu dürfen. “Es war schwer, nicht von dem Gefühl überwältigt zu sein, Teil einer Begegnung von historischer Bedeutung zu sein. Bei jedem Schritt durch den Apostolischen Palast hatte man das Gefühl, dass absolut alles passieren könnte!”, schrieb Spadaro.
Bereits zuvor hatte Papst Leo XIV. in einem Vorwort zu dem Buch ‘Disarmed and Disarming: Peace Is a Gift’ auf Dylan Bezug genommen. Dabei zitierte er aus dem bislang unveröffentlichten Song ‘Go Away You Bomb’ die Zeile: “Ich hasse dich, weil du von Menschen gemacht bist, ihnen gehörst und von ihnen missbraucht wirst.” Das Lied entstand 1963 während des Kalten Krieges, wurde jedoch nie aufgenommen. Erst 2013 wurde der Songtext entdeckt und zur Versteigerung angeboten. Damals war er erstmals öffentlich zu sehen.
Für Dylan war es nicht die erste Begegnung mit einem Oberhaupt der katholischen Kirche. Bereits 1997 war er eingeladen worden, beim 23. Nationalen Eucharistischen Kongress in Bologna vor Papst Johannes Paul II. und rund 300.000 jungen Menschen aufzutreten. Während des Konzerts spielte Dylan vier Songs und soll zwischenzeitlich auf die Bühne gestiegen sein, um dem Papst die Hand zu schütteln und einige Worte mit ihm zu wechseln. Johannes Paul II. wiederum griff in seiner Predigt Dylans Klassiker ‘Blowin’ in the Wind’ auf. Er erinnerte an die darin gestellte Frage, wie viele Wege ein Mensch zurücklegen müsse, bevor er als solcher gelte. “Die Antwort weht im Wind … Doch es gibt einen bösen Wind, der ins Nichts führt, und es gibt den Wind des Heiligen Geistes, der zu Gott führt”, sagte der 2005 verstorbene Papst.
Bob Dylan trifft Papst Leo XIV. zu Privataudienz







