Kanye West einigt sich mit seiner ehemaligen Assistentin im Verfahren wegen Vorwürfen sexueller Übergriffe.
Kanye West hat sich mit einer ehemaligen Assistentin außergerichtlich geeinigt, nachdem diese ihm sexuelle Übergriffe vorgeworfen hatte.
Der Rapper wurde im Juni 2024 von Lauren Pisciotta verklagt, die von 2021 bis 2023 für ihn gearbeitet hatte. Sie warf ihm zunächst sexuelle Belästigung, Vertragsbruch und unrechtmäßige Kündigung vor. Mehr als ein Jahr später reichte sie eine ergänzte Klageschrift ein, die weitere Vorwürfe enthielt. darunter Stalking, sexuelle Nötigung, Menschenhandel zum Zweck sexueller Ausbeutung sowie Freiheitsberaubung. Am 23. Juli einigten sich beide Parteien auf einen Vergleich. Die Bedingungen der Einigung wurden nicht veröffentlicht.
Lauren Pisciotta muss nun innerhalb von 45 Tagen die Einstellung des Verfahrens beantragen. Gerichtsunterlagen, die ‘USA Today’ vorliegen, zufolge handelt es sich um einen bedingungslosen Vergleich. Das bedeutet, dass keine weiteren gerichtlichen Auflagen erfüllt werden müssen, bevor das Verfahren eingestellt werden kann. Eine weitere Anhörung ist für den 28. September angesetzt. Laurens Anwalt Arick Fudali erklärte lediglich: “Die Angelegenheit wurde beigelegt.”
In ihrer ursprünglichen Klage hatte Pisciotta behauptet, Kanye West habe ihr explizite Textnachrichten sowie pornografische Videos und Bilder geschickt und sie mit entsprechenden Anrufen belästigt. In der erweiterten Klage warf sie ihm zusätzlich vor, sie zu sexuellen Handlungen gezwungen haben zu wollen. Laut Gerichtsunterlagen, die dem ‘People’-Magazin vorliegen, beschuldigte sie den Rapper unter anderem, versucht zu haben, sie mit den Fingern vaginal zu penetrieren und sie während ihrer Tätigkeit gegen ihren Willen oral vergewaltigt zu haben. Außerdem behauptete sie, Kanye habe mehrfach versucht, sie ohne ihre Zustimmung zu küssen und sie schließlich während einer Reise nach San Francisco im Jahr 2021 geküsst. Bei einer weiteren Geschäftsreise soll er ihr intime Fragen gestellt, sich über der Hose selbst stimuliert und sie gleichzeitig gegen ihren Willen im Intimbereich berührt haben.
In der Klageschrift wurde außerdem behauptet, der mit Bianca Censori verheiratete Musiker habe sich vor seiner damaligen Angestellten entblößt, sie auf ein Bett gedrückt und festgehalten. Weitere Vorwürfe betrafen unter anderem angebliche sexuelle Übergriffe in einem Hotelzimmer, das Einsperren in einem Schlafzimmer, das Erzwingen des Zuschauens bei einer Masturbation sowie einen Griff an ihren Hals während eines Konzerts. Darüber hinaus behauptete Pisciotta, Kanye habe eine dritte Person beauftragt, sie zu schikanieren, indem wiederholt falsche Notfälle gemeldet worden seien. Dies habe zahlreiche Polizeibesuche sowie Kontrollen durch Behörden und andere Dienstleister an ihrer Wohnadresse ausgelöst.
Als die Klage ursprünglich eingereicht wurde, wies ein Sprecher von Kanye West sämtliche Vorwürfe als “haltlos” zurück. Gleichzeitig behauptete er, Lauren Pisciotta habe nach der Zurückweisung ihrer Annäherungsversuche zu “Erpressung und Nötigung” gegriffen. Der Sprecher erklärte damals außerdem, sie sei entlassen worden, weil sie für ihre Tätigkeit ungeeignet gewesen sei, unangemessen hohe Gehaltsforderungen – darunter ein Jahresgehalt von vier Millionen US-Dollar – gestellt habe und es zahlreiche dokumentierte Fälle ihres “anstößigen und unberechenbaren Verhaltens” gegeben habe.
Kanye West einigt sich mit ehemaliger Assistentin in Verfahren wegen Vorwürfen sexueller Übergriffe







