Dame Judi Dench hat ein ungewöhnliches Geständnis abgelegt: Die britische Schauspiellegende saß jahrzehntelang am Steuer, obwohl sie keine reguläre Fahrerlaubnis besaß.
Dame Judi Dench hat ein ungewöhnliches Geständnis abgelegt: Die britische Schauspiellegende saß jahrzehntelang am Steuer, obwohl sie keine reguläre Fahrerlaubnis besaß.
Erst im Alter von 50 Jahren legte sie ihre Fahrprüfung ab. Die heute 91-Jährige fuhr damals regelmäßig mit einem schwarzen MG-Sportwagen durch die Gegend. Dabei besaß sie lediglich einen vorläufigen Führerschein, mit dem Fahrschüler in Großbritannien normalerweise nur unter bestimmten Bedingungen und in Begleitung fahren dürfen.
In einem von ‘The Times’ veröffentlichten Auszug aus ihren gemeinsam mit Brendan O’Hea verfassten Memoiren ‘Is It Too Late to Make a Run for It?’ erinnerte sich Dench an ihr geliebtes Auto. “Ich habe dieses Auto wirklich geliebt”, schwärmte sie. Der schwarze Sportwagen hatte rote Sitze und ein versenkbares Verdeck, das sich allerdings nicht richtig schließen ließ. Für schlechtes Wetter bewahrte sie deshalb vorsichtshalber Regenhüte im Handschuhfach auf.
Eines Tages wurde Dench beim Fahren rund um den Parliament Square von einem Polizisten angehalten. Als dieser nach ihrem Führerschein fragte, erklärte sie, lediglich eine vorläufige Fahrerlaubnis zu besitzen. Der Beamte stellte daraufhin gleich mehrere Verstöße fest. Dench war ohne gültigen Führerschein unterwegs, die vorgeschriebenen L-Schilder für Fahrschüler fehlten und außerdem war ein Standlicht defekt.
Die Angelegenheit war so ernst, dass die Schauspielerin nach eigener Erinnerung vor dem Amtsgericht in der Bow Street erscheinen sollte. Dench versuchte jedoch zunächst, die Situation mit einem Brief zu entschärfen. Darin behauptete sie, die L-Schilder seien durchaus an ihrem Auto befestigt gewesen, hätten sich wegen des schlechten Wetters aber offenbar gelöst. “Sie wissen ja, wie das Wetter in letzter Zeit gewesen ist, Euer Ehren”, schrieb sie tatsächlich an das Gericht. Ihre kreative Erklärung half allerdings wenig. Dench musste eine Geldstrafe von zwei Pfund zahlen, was damals nach ihren Worten durchaus eine beträchtliche Summe gewesen sei.
Damit war die Geschichte jedoch längst nicht beendet. Als ihr Co-Autor Brendan O’Hea anmerkte, dass sie anschließend noch weitere zehn Jahre ohne Führerschein gefahren sei, korrigierte Dench ihn entschieden. “Sei nicht albern. Es waren nicht zehn, sondern 30 Jahre”, stellte sie klar. “Ich war 50, als ich meine Fahrprüfung bestanden habe.” Trotzdem ist die Oscar-Preisträgerin von ihren Fähigkeiten am Steuer überzeugt. “Aber ich bin eine gute Autofahrerin”, versicherte sie.
O’Hea sah das offenbar anders und erinnerte sie an einen Vorfall, bei dem ihr inzwischen verstorbener Ehemann Michael Williams wegen ihres Fahrstils beinahe in Panik geraten sei. Die beiden waren auf eine besonders schmale, einspurige Brücke zugefahren, als ihnen ein anderes Auto entgegenkam. Normalerweise hätten dort nicht zwei Fahrzeuge gleichzeitig aneinander vorbeifahren können. Doch Dench und der entgegenkommende Fahrer schienen denselben Gedanken zu haben: Wenn beide nur schnell genug beschleunigten, würden sie die Engstelle irgendwie passieren können. “Alles, was ich hörte, als ich aufs Gaspedal trat, war Mikey, der schrie: ‘Jude! Jude! JUDE!'”, erinnerte sich die Schauspielerin. Ihr Mann habe schließlich einfach die Augen geschlossen. Dench selbst blieb dagegen ausgesprochen gelassen. “Aber wir haben es geschafft. Wir haben nicht einmal einen Außenspiegel abgefahren.” Williams gab der Brücke anschließend einen wenig schmeichelhaften Spitznamen: die “Arschbacken-Zusammenkneif-Brücke”.
Judi Dench fuhr 30 Jahre lang ohne gültigen Führerschein Auto







