Russell Brand und seine Ehefrau Laura Gallacher versuchen, während seines laufenden Strafprozesses durch ihren Glauben Halt zu finden.
Russell Brand und seine Ehefrau Laura Gallacher versuchen, während des laufenden Strafprozesses gegen den britischen Schauspieler und Komiker durch ihren Glauben Halt zu finden.
Nach Angaben des Paares beten sie jeden Morgen vor dem Betreten des Gerichts und lesen auf dem Weg dorthin gemeinsam in der Bibel.
Der 51-jährige Brand steht derzeit vor dem ‘Southwark Crown Court’ in London. Ihm werden insgesamt sieben Sexualstraftaten vorgeworfen, darunter drei Fälle von Vergewaltigung, drei Fälle von sexueller Nötigung und ein sexueller Übergriff. Die Anklage betrifft sechs Frauen und mutmaßliche Vorfälle aus den Jahren 1999 bis 2009. Brand bestreitet sämtliche Vorwürfe und hat in allen Anklagepunkten auf nicht schuldig plädiert. Seine Frau Laura begleitet ihn zu den Gerichtsterminen.
In einer am 18. Oktober veröffentlichten Folge ihrer gemeinsamen YouTube-Sendung ‘Sunday Service’ sprach das Paar darüber, wie es mit der Belastung durch das Verfahren umgeht. Zu Beginn der Sendung erklärte Brand, dass er sich aus rechtlichen Gründen nicht näher zum laufenden Prozess äußern könne. “Wir befinden uns in unserer Ehe natürlich gerade in einer sehr ungewöhnlichen Zeit”, sagte er.
Anschließend kritisierte er die Berichterstattung über das Verfahren und verwendete für traditionelle Medien mehrere abwertende Bezeichnungen. Unter anderem sprach er von “korrupten”, “heuchlerischen” und “irreführenden” Medien. Brand erklärte, dass er und seine Familie eine Situation durchlebten, in der es besonders auf Wahrheit und Gerechtigkeit ankomme. Deshalb wolle er bei allen Äußerungen zum Prozess vorsichtig sein. Ihm sei wichtig, dass sämtliche Beteiligten fair behandelt würden. “Alle Beteiligten verdienen das”, betonte er. Der Schauspieler nutzte die Sendung außerdem, um seiner Frau für ihre Unterstützung zu danken. Laura habe während der Gerichtstermine wunderschön ausgesehen, erklärte er. Sie erwiderte das Kompliment und sagte, dass auch ihr Mann gut ausgesehen habe.
Trotz der ernsten Situation fand Brand auch Zeit für einen Scherz über sein äußeres Erscheinungsbild. Der frühere Fernsehmoderator berichtete, dass seine Kleidung während der vergangenen Gerichtstage nicht bei allen Beobachtern gut angekommen sei. Besonders seine Angewohnheit, Hemden mit mehreren geöffneten Knöpfen zu tragen, habe für Kritik gesorgt. Man habe ihm ausdrücklich geraten, seine Hemden künftig ordentlicher zu schließen. “Das Schlimmste von allem, was diese Woche zu mir oder über mich gesagt wurde, war: ‘Knöpf dein Hemd zu'”, scherzte Brand.
Deutlich ernster wurde das Gespräch, als Laura Gallacher über ihre eigenen Gefühle während des Prozesses sprach. Sie räumte ein, dass sie bereits auf dem Weg zum Gericht nervös werde. Besonders die Anfahrt in die Nähe des Gebäudes löse bei ihr Anspannung aus. Sobald sie den Straßennamen erkenne, wisse sie, dass ein weiterer schwieriger Tag bevorstehe. “Auf der Battlebridge Road legt man seine Rüstung an”, beschrieb sie das Gefühl. Gallacher erklärte, dass sie und ihr Mann in dieser Zeit viel Unterstützung aus ihrem persönlichen Umfeld erhielten. Nicht immer wüssten Freunde und Bekannte, was sie angesichts der Situation sagen sollten. Doch allein das Mitgefühl und die Bereitschaft, für das Paar da zu sein, bedeuteten ihr viel. Sie empfinde darin eine Form von Gnade und Barmherzigkeit. Das bedeute allerdings nicht, dass die Belastung verschwinde. Auch weiterhin gebe es Momente der Angst und schwierige Situationen, mit denen sie umgehen müssten.
Eine wichtige Rolle spielt für das Paar nach eigenen Angaben der christliche Glaube.
Gallacher berichtete, dass sie und Brand vor jedem Gerichtstermin gemeinsam beteten. Gelegentlich nutzten sie auch die Autofahrt, um Bibeltexte zu lesen. “Wir beten natürlich, bevor wir hineingehen”, erklärte sie. An einem Morgen hätten sie gemeinsam mehrere Psalmen gelesen, die ihr zuvor jemand geschickt habe. Brand habe die entsprechenden Stellen in der Bibel herausgesucht. Anschließend hätten sie die Texte zusammen mit den Menschen vorgelesen, die sie im Auto begleiteten. Diese Rituale würden ihnen helfen, innerlich ruhig zu bleiben und sich auf ihren Glauben zu konzentrieren.
Russell Brand und seine Frau beten vor jedem Gerichtstermin







