Matthew Perrys Freund erinnert an dessen Hilfsbereitschaft trotz eigener Probleme

Ein enger Freund des verstorbenen Schauspielers Matthew Perry möchte, dass die Menschen nicht nur über dessen persönliche Schwierigkeiten sprechen, sondern sich auch an seine außergewöhnliche Hilfsbereitschaft erinnern.

Ein enger Freund des verstorbenen Schauspielers Matthew Perry möchte, dass die Menschen nicht nur über dessen persönliche Schwierigkeiten sprechen, sondern sich auch an seine außergewöhnliche Hilfsbereitschaft erinnern.

Tim Harrington, der den ‘Friends’-Star über viele Jahre begleitete, erklärte, Perry habe anderen Menschen selbst dann geholfen, wenn er in seinem eigenen Leben mit erheblichen Problemen zu kämpfen hatte.



Harrington lernte den Schauspieler 2001 bei einem Treffen einer Selbsthilfegruppe für Menschen in der Suchtgenesung kennen. Zu dieser Zeit befand er sich selbst in einer schwierigen Lebenssituation und drohte erneut ohne feste Unterkunft dazustehen. Perry bot ihm daraufhin an, bei sich einzuziehen, und bewahrte ihn damit davor, wieder in seinem Auto leben zu müssen. Aus dieser Begegnung entwickelte sich eine enge Freundschaft.



In der ITV-Sendung ‘This Morning’ sprach Harrington darüber, wie nachhaltig Perry sein Leben beeinflusst habe. Der Schauspieler, der im Oktober 2023 im Alter von 54 Jahren starb, habe ihm sogar zweimal geholfen, einen neuen Weg einzuschlagen. “Man kann selbst eine sehr schwere Zeit durchmachen und trotzdem für andere Menschen da sein”, erklärte Harrington. Genau darin sehe er Perrys eigentliches Vermächtnis.



In Selbsthilfegruppen sei es nicht ungewöhnlich, dass Menschen einander unterstützten, obwohl sie sich selbst in unterschiedlichen Phasen ihrer Genesung befänden. Auch Perry habe keineswegs auf alle Fragen eine Antwort gehabt. Dennoch sei er bereit gewesen, anderen zuzuhören, ihnen Mut zu machen und ihnen ganz praktische Hilfe anzubieten.



Harrington bedauert, dass sich die öffentliche Erinnerung an Perry häufig auf dessen Alkoholprobleme und seine Abhängigkeit von verschreibungspflichtigen Medikamenten konzentriert. Dadurch gerate leicht in Vergessenheit, welche positiven Eigenschaften den Schauspieler ausgezeichnet hätten. “Wir verbringen so viel Zeit damit, darüber zu sprechen, was mit Matthew nicht in Ordnung war”, sagte er. Dabei werde manchmal übersehen, was an ihm so wunderbar gewesen sei. Der Schauspieler habe wie viele andere Menschen versucht, seinen eigenen Weg zu finden. Seine Schwierigkeiten hätten ihn jedoch nicht daran gehindert, das Leben anderer Menschen entscheidend zu verbessern. Gerade diese Seite seines Charakters solle nach Harringtons Wunsch stärker in Erinnerung bleiben.



Wie eng die beiden Freunde miteinander verbunden waren, verdeutlichte Harrington auch mit einer humorvollen Anekdote. Als er seine spätere Ehefrau kennenlernte, hätten er und Perry so viel Zeit miteinander verbracht, dass es sich zeitweise beinahe wie eine Dreierbeziehung angefühlt habe. Die Freunde unternahmen gemeinsame Reisen, und Harrington begleitete Perry regelmäßig zu Dreharbeiten. Bei der Produktion von ‘The Ron Clark Story’ arbeitete er sogar als persönlicher Assistent des Schauspielers. Perry sei auf diesen Film besonders stolz gewesen, da er für ihn einen wichtigen beruflichen Erfolg dargestellt habe. Irgendwann habe seine spätere Ehefrau scherzhaft angedeutet, dass Harrington sich zwischen ihr und Perry entscheiden müsse. “Entweder er oder ich”, habe sie gesagt. Tatsächlich sei die Freundschaft so intensiv gewesen, dass es ihm anfangs schwergefallen sei, mehr Zeit für seine eigene Beziehung einzuplanen.

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