Cynthia Erivo fühlte sich nach Vorfall in Singapur ihrer ‘Menschlichkeit beraubt’

Cynthia Erivo fühlte sich nach Vorfall in Singapur ihrer ‘Menschlichkeit beraubt’.

Cynthia Erivo hatte das Gefühl, ihre “Menschlichkeit sei verzerrt worden”, nachdem sie Ariana Grande bei der Premiere von ‘Wicked: For Good’ in Singapur verteidigt hatte.

Die 39-jährige Schauspielerin sprach nun darüber, warum sie sich entschieden habe, keinen Oscar-Wahlkampf für ihre Rolle als Elphaba in der erfolgreichen Musical-Fortsetzung zu führen. Sie gab zu, dass die Folgen des Vorfalls im November 2025 dabei eine Rolle gespielt hätten. Die Besetzung lief während der Veranstaltung in den Universal Studios Singapore über einen gelben Backsteinweg, als ein Mann namens Johnson Wen über die Absperrung sprang und auf Ariana zustürmte. Cynthia stellte sich schützend vor ihre Freundin. Sie sagte gegenüber ‘Variety’: “Niemand hat sich bewegt. Niemand. Also habe ich gehandelt, weil mein Gehirn sofort dachte: ‘Bringt ihn weg! Holt ihn hier raus!’ […] Und was die Leute nicht sehen konnten: Er ließ Ariana nicht los. Er ließ einfach nicht los. Deshalb habe ich weiter versucht, ihn wegzudrängen.



Cynthia kritisierte anschließend die Reaktionen im Internet, darunter “heimtückische” Memes und TikTok-Videos, die sich auf ihr Aussehen als Schwarze Frau konzentrierten. Sie sagte weiter: “Und ich bin sicher, manche werden das lesen und denken: ‘Ach komm, darum geht es doch nicht.’ Aber genau darum geht es. Denn genau das wurde verspottet. Mein Körperbau, meine Figur, die Tatsache, dass ich eine Glatze habe – es ging nur darum, wie ich aussehe. Und deshalb entstand diese Annahme, dass ich größer sei als meine Kollegin und deshalb die Kontrollierende oder Beschützerin sein müsse – als wäre das meine Rolle.”



Auf die Frage, ob dies ein Grund gewesen sei, keinen Oscar-Wahlkampf zu führen, antwortete sie, “vielleicht auf gewisse Weise schon”. Cynthia erklärte: “Ich hatte einfach das Gefühl, dass meine Menschlichkeit verfälscht wurde. Etwas, das ich instinktiv getan habe, wurde zu etwas gemacht, das es nie war, nur wegen der Art, wie Menschen Frauen sehen, die aussehen wie ich, und wegen all der Vorurteile. Und ehrlich gesagt wollte ich kein Teil davon sein. Ich wollte mich dem nicht aussetzen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich das verdient hätte.” Außerdem meinte Cynthia, dass es “von Anfang an eine gewisse Geringschätzung gegenüber dem zweiten Teil” von ‘Wicked’ gegeben habe. Trotz des ganzen Medienwirbels betonte die Schauspielerin aber auch die positiven Seiten des Projekts. Sie fügte hinzu: “Wicked war wie ein Sturm im Wasserglas. Es hat alles eingenommen und – auf wunderschöne Weise – mein Leben verändert.”

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