Boy George hat seinen geplanten Auftritt in ‘Jesus Christ Superstar’ wegen der Kontroverse um seinen israelfreundlichen Song abgesagt.
Boy George hat seinen geplanten Auftritt in ‘Jesus Christ Superstar’ wegen der Kontroverse um seinen israelfreundlichen Song abgesagt.
Der 65-jährige Culture-Club-Sänger sollte zwischen dem 3. und 15. August die Rolle des Königs Herodes in der Rockoper von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice übernehmen. Diese Rolle wird von mehreren Gastdarstellern gespielt. Dann wurde aber am Donnertag (30. Juli) von seinem Manager Paul Kemsley sein Rückzug aus der Produktion im London Palladium bekannt gegeben – nur wenige Tage bevor Boy George seine Vorstellungen beginnen sollte. Sein Management bestätigte, dass die Entscheidung auf die Kontroverse um seinen kürzlich veröffentlichten Song zurückzuführen sei.
Die Entwicklung folgt auf die Veröffentlichung von ‘We Will Dance Again’, einem Lied über die Hamas-Angriffe vom 7. Oktober und den Krieg im Gazastreifen, das im Internet heftige Kritik ausgelöst hat. Paul schrieb auf Instagram: “Nach reiflicher Überlegung habe ich in meiner Funktion als Manager von Boy George entschieden, dass er nicht mehr in ‘Jesus Christ Superstar’ im London Palladium auftreten wird.” Diese Entscheidung sei mit größtem Respekt gegenüber den Produzenten, dem Kreativteam und dem gesamten Ensemble getroffen worden. Er ergänzte: “Wir sind dankbar für ihre Professionalität und ihr Verständnis und wünschen allen Beteiligten aufrichtig viel Erfolg mit der Produktion.”
Paul entschuldigte sich außerdem bei den Menschen, die Eintrittskarten gekauft hatten, um Boy George auftreten zu sehen. Er sagte: “Uns ist bewusst, dass viele Menschen Karten gekauft haben, weil sie George auf der Bühne erleben wollten. Bei diesen Fans möchten wir uns aufrichtig für die Enttäuschung entschuldigen, die diese Entscheidung verursachen könnte. Gleichzeitig sind wir ihnen für ihre anhaltende Treue und Unterstützung zutiefst dankbar.”
Mit Blick auf den neuen Song des Sängers erklärte Paul, dass George nie Angst davor gehabt habe, zu seinen persönlichen Überzeugungen zu stehen. Als Manager habe er ihn dafür immer respektiert. Gleichzeitig sehe Paul es aber als seine Verantwortung an, Entscheidungen zu treffen, die im besten Interesse des Künstlers liegen und zugleich anderen mit Respekt begegnen. “In diesem Fall hielt ich es für richtig, einen Schritt zurückzutreten, damit die Produktion im Mittelpunkt bleiben kann und alle Beteiligten mit gegenseitigem Respekt und Wohlwollen weitermachen können”, fügte er hinzu.
‘Jesus Christ Superstar’ läuft derzeit im London Palladium mit Sam Ryder in der Titelrolle sowie Tyrone Huntley als Judas und Desmonda Cathabel als Maria Magdalena. Die Rolle des Königs Herodes wird abwechselnd von verschiedenen Gastdarstellern übernommen, darunter Richard Armitage, Layton Williams, Julian Clary, Simon Russell Beale und Jesse Tyler Ferguson. Aufgrund der großen Nachfrage wird die Produktion im Oktober für eine zwölfwöchige Spielzeit in das Theatre Royal Drury Lane in London wechseln. Sam Ryder bleibt dabei in der Hauptrolle, bevor im nächsten Jahr eine landesweite Tournee beginnt.
Boy George: Rückzug aus ‘Jesus Christ Superstar’ wegen Kontroverse um israelfreundlichen Song







