Simone Biles spricht über ihre ‘lebensverändernde’ Nahtoderfahrung

Simone Biles spricht über ihre ‘lebensverändernde’ Nahtoderfahrung.

Olympiasiegerin Simone Biles hat erstmals angedeutet, wie sehr ein schwerer medizinischer Notfall ihr Leben verändert hat.

Anfang Juni hatte die Turnerin ihre Fans mit einer kryptischen Nachricht auf Instagram beunruhigt. Damals schrieb sie: “Fast zu sterben stand diese Woche definitiv nicht auf meiner Bingo-Karte.” Nun erklärte die 29-Jährige, dass das Erlebnis ihre Sicht auf das Leben nachhaltig verändert habe. Auslöser war ein kritischer Kommentar unter einem Urlaubsfoto mit ihrem Ehemann Jonathan Owens. Ein Nutzer schrieb: “Fast gestorben, aber Hauptsache Urlaubs-Selfies posten.” Diese Bemerkung traf die siebenfache Olympiasiegerin. “Das macht mich traurig”, antwortete sie. Anschließend erklärte sie: “Vor etwas mehr als zwei Wochen hatte ich einen schweren medizinischen Notfall, der ganz anders hätte ausgehen können. Diese Reise hilft mir dabei, zu heilen und dankbar dafür zu sein, dass ich noch hier bin.” Weiter schrieb sie: “Ich hoffe, du verstehst, dass lebensverändernde Erfahrungen die Perspektive verändern können und dass du anderen künftig etwas mehr Mitgefühl entgegenbringen kannst.”



Bereits am 6. Juni hatte Simone ein Foto ihres Arms veröffentlicht, der mit mehreren Krankenhausarmbändern versehen war. Dazu schrieb sie: “Das war eine der schlimmsten Erfahrungen meines Lebens, wenn nicht sogar die schlimmste.” Während des Vorfalls war ihr Ehemann Jonathan Owens wegen der Saisonvorbereitung seines NFL-Teams, der Indianapolis Colts, unterwegs. Simone verbrachte die Tage danach überwiegend im Bett und bedankte sich bei Freunden und Familie für ihre Unterstützung: “Ich werde früher oder später erklären, was passiert ist. Aber danke an alle aus meinem engsten Kreis, die sich gemeldet, nach mir gesehen, mich besucht oder Blumen geschickt haben.” Später veröffentlichte sie Fotos der zahlreichen Blumensträuße, ihrer Hunde und eines Herzfrequenz-Monitors. Dazu schrieb sie schlicht: “Ich bleibe erst einmal hier.”



Die erfolgreichste Turnerin der Geschichte sprach außerdem erneut über die Bedeutung von Therapie in ihrem Leben. Gegenüber ‘Harper’s Bazaar España’ erklärte sie: “Ja, der Erfolg wurde zu einer Belastung. Plötzlich beobachten dich alle und sagen dir, wie du dich verhalten oder sprechen sollst.” Deshalb habe sie professionelle Hilfe gesucht. “Auf meine mentale Gesundheit zu achten, hat mich als Sportlerin und als Mensch gerettet.” Bis heute gehe sie jede Woche zur Therapie. “Sie gibt mir Halt und hilft mir, alles zu verarbeiten, was in meinem Leben und in der Welt passiert. Sie ist mein sicherer Ort.”

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